Vitale Knochen

Knochenstärkende Ernährung

Patienten mit Osteoporose sollten unabhängig von der Ernährung Kalzium und Vitamin D zusätzlich einnehmen.

Ein stabiler, fester Knochen braucht Kalzium, Vitamin D und verschiedene Hormone, um sich optimal zu regulieren. Kalzium wird dem Körper durch die Nahrung zugeführt. Vitamin D wird in erster Linie mit Hilfe der UV-Strahlen des Sonnenlichts in den oberen Hautschichten gebildet. Gerade wenn Sie an Osteoporose leiden, sollten Sie den Regulationsprozess Ihres Knochens durch eine gezielte Ernährung fördern und damit die Gefahr des weiteren Abbaus verringern.

Knochenstärkende Ernährung: Milch Knochenstärkende Ernährung: Gemüse Knochenstärkende Ernährung: Obst

Generell gelten für eine knochenbewusste Ernährung dieselben Regeln, wie für eine insgesamt gesunde Ernährung: Wenig Fleisch, wenig Fett, sehr viel Gemüse, sehr viel Obst - und für den Knochenaufbau viel Milchprodukte. Je nach Alter sollten zwischen 500 und 1.500 Milligramm Kalzium pro Tag (entspricht etwa 400 ml bis 1,2 l Milch, gleich welchen Fettgehalts, bzw. der gleichen Menge an Buttermilch oder Joghurt) über die Nahrung aufgenommen werden. Wer nicht so viel Milch trinken mag oder kaum Joghurt bzw. Käse isst, für den können Kalzium-Präparate aus der Apotheke sinnvoll sein.

Kalzium

Für den Knochenaufbau braucht der Körper ausreichende Mengen an Kalzium und Vitamin D. Kalzium ist wichtig für die Mineralisierung des Knochens und Vitamin D fördert die Aufnahme von Kalzium aus dem Magen-Darm-Trakt. Beide Substanzen gehören deshalb zur Basisbehandlung der Osteoporose. Sie sollten zusätzlich zu einer kalziumreichen Ernährung täglich aufgenommen werden und zwar in einer Dosierung von 500 bis 1.000 Milligramm Kalzium, dazu 400 bis 800 Einheiten Vitamin D. Durch eine solche Behandlung kann die Knochendichte wieder erhöht und die Gefahr von Knochenbrüchen gesenkt werden.

Einige Genussmittel verhindern die Aufnahme von Kalzium in den Knochen. Dazu gehören in erster Linie große Mengen Koffein und Alkohol, denn durch sie wird über die Niere verstärkt Kalzium ausgeschieden. Der Körper holt sich das fehlende Kalzium dann aus dem Kalziumspeicher des Skeletts - und das schwächt die Knochen. Übrigens ist auch Cola ein starker Kalziumhemmer. Cola enthält neben Koffein viel Zucker und Phosphat.

Am Negativsten wirkt sich Rauchen auf die Knochengesundheit aus, weil chemische Substanzen im Tabak zu einem erhöhten Knochenabbau führen. Die genauen Mechanismen sind noch nicht bekannt. Fest steht, dass Raucher ein erhöhtes Osteoporose-Risiko haben. Gerade Frauen, die viermal so häufig wie Männer an Osteoporose erkranken, sollten möglichst mit dem Rauchen aufhören.

Vitamin D

Vitamin D verbessert die Aufnahme von Kalzium und Phosphat aus dem Darm. Normalerweise produziert der Körper Vitamin D selbst. Dazu brauchen wir Licht, zum Beispiel in Form von täglich 15-minütiger Sonnenstrahlung. Die heutigen Lebensverhältnisse, die Angst vor Hautkrebs oder mangelndes Sonnenlicht während der kalten Jahreszeit führen allerdings dazu, dass der Körper nicht genug Vitamin D produzieren kann. Im hohen Alter nimmt die Fähigkeit der Haut, Vitamin D zu bilden ab. Die Einnahme von Kalzium und Vitamin-D-Präparaten sollte in Absprache mit einem Arzt erfolgen.