Osteoporose - Zahlen & Fakten
In Deutschland leiden mehr als 7,8 Millionen Menschen über 50 Jahren an Osteoporose. Das ist rund ein Viertel der Bevölkerung dieser Altersgruppe. Dennoch erhält nur jeder Fünfte hiervon eine spezifische Therapie. In einer Studie* wurde errechnet, dass Osteoporose im Jahr 2003 Kosten von 5,4 Mrd. Euro verursacht hat. Osteoporose gehört damit zu den teuren Volkskrankheiten wie Diabetes oder Herzkrankheiten, für die jährlich rund 5,1 bzw. 7 Milliarden Euro ausgegeben werden.
Kostentreiber sind vor allem die Knochenbrüche
Osteoporose wird besonders teuer, wenn es zu Knochenbrüchen kommt. Obwohl keine 5% der Betroffenen tatsächlich einen Knochenbruch erleiden, verursachen sie fast zwei Drittel der gesamten Osteoporose-bedingten Ausgaben. Allein im Jahr 2003 erlitten 333.322 Patientinnen im Zusammenhang mit einer Osteoporose einen Knochenbruch. Bochum hat nur wenige Einwohner mehr. Häufigste und auch teuerste Fraktur ist die Hüftfraktur, die mehr als 99.000 Mal diagnostiziert wurde. Die durchschnittlichen Aufwendungen je Patient mit Osteoporose lagen ohne Knochenbruch bei 281 Euro jährlich, die Aufwendungen für Patienten mit Knochenbruch hingegen bei durchschnittlich 9.962 Euro. Jeder Bruch, der verhindert werden kann, entlastet unser Gesundheitssystem.
*) Die Studie BONE-EVA wurde vom Institut für Gesundheits- und Sozialforschung (IGES) auf der Basis von Daten der Gmünder ErsatzKasse (GEK) mit mehr als 1,5 Millionen Versicherten erarbeitet. Einbezogen wurden ferner Abrechnungsdaten des Zentralinstituts für die Kassenärztliche Versorgung (ZI) sowie Daten des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK), die Informationen über Pflegeleistungen geben.
